Narrengilde Rot-Blau Höllental

Im Herbst 1981 entstand aus den Reihen der Burg Falkensteiner Höllenhunde eine Kindertanzgruppe unter der Leitung von Hanspeter Riesterer und Hanspeter Zimmermann. Die Hauptversammlung der Kindertanzgruppe am 26. Februar 1983 wurde gleichzeitig zur Gründungsversammlung der Narrengilde Rot-Blau Höllental. Gründungsmitglieder waren:

Hildegard Birkenberger, Emil Faller, Johanna Faller, Eugen Furtwängler, Sieglinde Jänsch, Stefan Jänsch, Otto Kallfaß, Rosmarie Kallfaß, Monika Pfeil, Angelika Riesterer, Emilie Riesterer, Franz Riesterer, Hanspeter Riesterer, Hannelore Rohrer, Herbert Rohrer, Anni Scherer, Franz Scherer, Siegfried Sick, Karl Tritschler, Maria Tritschler, Hanspeter Zimmermann, Waltraud Zimmermann, Andrea Zink, Dagobert Zink.

Der neugegründete Verein begann seine Arbeit in drei Gruppen: dem Gilderat, der Tanzgruppe und dem Fanfarenzug.

Die Narrengilde verzeichnete einen stetigen Anstieg der Mitgliederzahlen, und es wurden Überlegungen angestellt, eine neue Gruppe aufzubauen. Zur Fasnacht 1992 präsentierte sich die neue Hästrägergruppe. Die Figur erinnert an den Löwenritt des Ritter Kuno. Da in dieser Sage der Teufel in Gestalt eines Löwen auftritt, trägt die Gruppe eine Teufelsmaske mit Löwenmähne. Die Farben der Häsflecken sind rot und blau und stellen den Namen farblich dar.

Fast zeitgleich erhielt der Fanfarenzug eine historische Uniform. Sie wurde nach den Landsknechtuniformen des 16. Jahrhunderts gestaltet und erinnerte somit an die Zeit, in der das Geschlecht der Falkensteiner erlosch. Ebenfalls als Erinnerung an die einst herrrschende Familie des Höllentals tragen die Hästräger das Wappen derer von Falkenstein.

Die eigentliche Vereinsarbeit geschieht in zwei Bereichen. Entsprechend dem Namen handelt es sich zunächst um einen Verein, der sich die Pflege des fasnächtlichen Brauchtums zum Ziel gemacht hat und der dabei versucht, die Sagen und die Geschichte des Höllentals zur Grundlage zu machen. Diesem Ziel dienen die eigenen Fasnachtsveranstaltungen und die Beteiligung an Veranstaltungen von Zünften aus der Region. Im Jahre 1989 trat der Fanfarenzug dem Landesverband für Spielmannswesen bei. Seine Unternehmungen waren also nicht nur auf die Fasnacht beschränkt. Die Teilnahme an den jährlichen Landesmeisterschaften und die Qualifizierung für die Dt. Meisterschaft 1993 waren der Beweis für die beständige Probenarbeit. Zweimal beteiligte sich der Fanfarenzug am Internationalen Musikfestival in Spanien.

Das Zehnjährige Jubiläum wurde im Mai 1993 mit einem Festumzug begangen, an dem zahlreiche Spielmanns- und Fanfarenzüge in historischen Uniformen teilnahmen.

Ebenso wurden das Zwanzigjährige Jubiläum und die für Narrenzünfte ebenso wichtigen Elf- und Zweiundzwanzigjährigen Jubiläen gebührend mit beindruckenden Umzügen und Festveranstaltungen zur Fasnachtszeit gefeiert.

Zum Bedauern der großen Anhängerschaft des Fanfarenzuges löste sich dieser im Jahre 2003 auf. Der Verein besteht somit nur noch aus der Hästrägergruppe, die sich allerdings, gerade auch in den letzen Jahren, wachsender Mitgliederzahlen erfreuen kann.

Die Zahl der aktiven Mitglieder liegt derzeit bei 42 und der passiven bei 68 Mitgliedern.

 

Quelle:

Unsere Heimat Buchenbach

Hrsg. Ursula Huggle und Ulrike Rödling